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Der Erawan Nationalpark

Der Erawan Nationalpark ist ein etwa 500 km² umfassendes Schutzgebiet, das im Juni 1975 ausgewiesen wurde – und für alle, denen sich schon beim Gedanken an Baum- und Vogelkundler die Fußnägel kräuseln: Erawan ist das Spaßbad unter den Naturressorts. In dem schmalen, dicht bewaldeten Tal ergießen sich Wasserfälle über Sinterterrassen und in dem unglaublich schönen Park teilen sich Besucher und Affen die türkisfarbenen Wasserbecken – wobei die Affen mitunter damit beschäftigt sind, das im Trockenen lagernde Hab und Gut des Badenden nach Brauchbarem zu durchsuchen.

Der Name Erawan

Der Park ist nach dem vielköpfigen Elefanten der hinduistischen Mythologie, in Thailand Erawan, benannt. Die oberste der sieben Wasserfallstufen hat entfernte Ähnlichkeit mit dem Wesen, dem Reittier des Gottes Indra, zu dessen besonderen Fähigkeiten zählt, Regen machen zu können, indem es die mit ihm verwandte Regenwolken herbeiruft. Das ist sehr sinnvoll in dem Gelände, die Felsformation an der Ostseite des Parks geht bis auf 1.000 Meter in die Höhe und schützt die Provinz vor dem Ostmonsun.

Im Sommer (bei uns ist es der Frühling, also im März, April und Mai) ist es in dem Erawan Nationalpark fast unerträglich heiß, in der Haupturlaubszeit ab November ist die Temperatur – gerade in Kombination mit dem kühlen Wasser der Wasserfälle traumhaft bis perfekt.

Die Sehenswürdigkeiten im Erawan Nationalpark

Der wichtigste Zuschauermagnet ist natürlich das spektakuläre Gewässer, ein Nebenfluss des Kwae Yai. Die Besucher wandern die Wasserfallstufen hinauf, für die ersten Stufen muss man noch nicht in Wanderlaune sein, anschließend wird es aber an Brücken, Wegen und Leitern anstrengend und an Feiertagen und Wochenende durchaus unangenehm eng.

Erawan Nationalpark

Erawan Nationalpark ©TK

Den Wald stellt überwiegend immergrünes Laubgehölz, es gibt aber auch Bambushaine, zahlreiche seltene Reptilien, Vögel, Amphibien, Gibbons und andere Säugetiere bekommt der Besucher mit etwas Glück zu Gesicht, es gibt Naturlehrpfade und geführte Touren mit Rangern. Am Nachmittag werden die Wasserfallstufen schrittweise von oben nach unten geschlossen.

Wer vom Parkeingang einer Schotterpiste Richtung Nordwesten etwas mehr als 10 Kilometer folgt, erreicht die Höhle Tham Phrathat, eine von vier großen Höhlen des Parks, in die es Führungen mit Petroleumlampen gibt. Besonders schön ist auch der weiter nördlich gelegene Stausee von Si-Nakharin. Wer nicht mit einem eigenen Gefährt vor Ort ist, kann am Parkeingang touren aushandeln. Außerdem gibt es um den Park herum gleich mehrere interessante Elefantencamps (besonders schön ist jener von Taweechai) und es werden Raftingtouren angeboten.

Die Lage und Erreichbarkeit des Erawan Nationalparks

Der Erawan Nationalpark liegt etwa 65 Kilometer vom kleinen Kanchanaburi entfernt, von dort aus fahren alle 50 Minuten alte blaue Shuttlebusse, die zwar nicht klimatisiert sind, dafür aber gut durchlüftet werden. Die letzte Abfahrt vom Park ist um 16:00 Uhr. Wer selbst mobil ist, kann sich überlegen, von Erawan weiter hoch nach Nam Tok zu fahren, das alte Ende der Bahnstrecke Richtung Myanmar, ein verschlafenes, in wunderbarer Natur gelegenes und um seine Relevanz als Handelsplatz beraubtes Städtchen, dass ein wenig vergessen ist, solange der Zug mit den Besuchern nicht gerade eintrifft. Von Bangkok aus zum Erawan Nationalpark sind es etwas mehr als 200 Kilometer.

Übernachtung und Verpflegung im Erawan Nationalpark

Wer sich überlegt, in der Nähe des Nationalparks zu nächtigen, sollte sich gleich in ihm niederlassen. So kann die Besichtigung der Hauptattraktionen auf Tageszeiten gelegt werden, in denen der Run auf die Sinterterrassen noch nicht allzu groß ist. Es gibt einen Campingplatz und Bungalows unterschiedlicher Ausstattung auf dem Gelände, außerdem ein gutes Restaurant – und vor dem Parkeingang einen Markt mit großer Auswahl.

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