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Ein herzliches Sawadee Kah!

Mit dieser Begrüßung betrete ich thailändischen Boden. Die heftige Hitze nach dem elf-stündigen Aircondition Flug schlägt mir doch kurz aufs Gemüt. Aber die ersten Eindrücke entschädigen jeden Schweißtropfen.

Nach ein paar Tagen Bangkok mach ich mich auf den Weg Thailand zu entdecken. Am Busbahnhof werde ich in einen VIP-Bus gelotst, obwohl ich eigentlich einen ganz normalen Bus nutzen wollte.

Aber nun gut, Beinfreiheit für 5 € hat noch niemandem geschadet und der Bus-Steward mit Nüsschen, Erfrischungstuch und Wasser ist auch nicht zu verachten. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist die laute Beschallung mit irgendeinem Jubiläumskonzert, bei dem alle Thais im Bus, also alle außer mir, mitsingen. Ich erreiche Krabi um 4 Uhr morgens. Dank früh aufstehender Fahrer der Song Taow, kleine Pick-ups mit 2 Bankreihen, sitze ich, als die Sonne aufgeht mit wehendem Haar in diesem Vehikel, und bestaune die unglaublichen Felsformationen und Dschungellandschaften, durch die wir rasen. In Ao Nang frühstücke ich erst mal kräftig und erfreue mich an einem stärkenden Mahl mit Rührei, Toast und Orangensaft. Selbst der Kaffee war sehr lecker!

Am Strand sah ich meinen ersten Affen in Thailand. Eigentlich waren es Hunderte, die bei Ebbe im Watt spielten. Aber Vorsicht! So süß die Kleinen auch sind, es sind immer noch wilde Tiere, die zwar neugierig sind, und versuchen allerlei aus den Taschen zu stibitzen, aber auch spitze Zähne besitzen.

So lustig es auch in diesem kleinen Örtchen war, ich wollte mehr sehen. So stand ich eines Morgens an der Straße und winkte ein Tuk Tuk heran. Nach kurzem Verhandeln ging es los. Und zwar richtig! Meine Sitzbank war ein Subwoofer und der Fahrer ein großer Hip-Hop Fan. Mit dröhnendem Bass führen wir durch den Dschungel und erreichten unter der Aufmerksamkeit aller Menschen am Straßenrand den klitzekleinen Hafen. Ich hatte am Tag zuvor schon mein Boot Ticket gekauft und war dem entsprechend enttäuscht als die Kapitäne der Longtailboote meinten, es sei zu stürmisch um trockenen Fußes die kleine Halbinsel Railey Beach zu erreichen.

Ao Nang

Ao Nang @iStockphoto/Josef Muellek

Nach all den Jahren graut es den Menschen immer noch vor Wellen und der gesellschaftliche Schock sitzt tief. Die stolzen Thais sind ein ängstliches Volk. Wellen, Regen und die Sonne schlagen Sie in die Flucht. Auch Schlangen, Spinne und vor allem Kakerlaken bringen den stärksten Mann dazu zu schreien, wie ein kleines Mädchen.

Railey Beach ist eine kleine Halbinsel, die zum Sonnenbaden einlädt und die kleine Lagune, die es an der Spitze der Peninsula zu bestaunen gibt, ist wunderschön. Nach so viel Entspannung zog ich eine Bucht weiter, um zu klettern. Tonsai hat für Anfänger und Fortgeschrittene tolle Kletterpasagen parat. Die atemraubende Schönheit dieser zerklüfteten Klippen kann ich hier nicht beschreiben, Sie müssen es selbst sehen!

Mit Muskelkater ging es dann weiter nach Koh Phagan. Hierzu nutze ich eine Fähre die von Surat Thani nach Thong Salla schipperte. Eine traumhafte Insel, die zwischen idyllischer Ruhe und Partytrubel während der Vollmondnächte balanciert.

Insgesamt hat mich die Kultur der Menschen beeindruckt, auch wenn es als unschick gilt, die Beine übereinanderzuschlagen, die Menschen wirklich gerne Hühnerfüße essen und andere für uns Touristen seltsame Bräuche pflegen. Thailand ist ein wundervolles Reiseland, das trotz Massentourismus irgendwie die Ruhe bewahren konnte.

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