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Die Insel Ko Chang

Ko Chang gibt es ja mindestens zweimal in Thailand. Es sind zwei Inseln (Ko bzw. Koh heißt Insel), zwischen die der komplette Golf von Thailand und auch noch der Isthmus von Kra passt, und das ist nicht nur geografisch gemeint. Größer als der Unterschied dieser beiden Inseln könnte er innerhalb Thailands kaum sein.

Die eine Insel liegt an der Grenze zu Kombadscha, unsere an der Südspitze von Myanmar. Die eine Insel zählt zu den touristischen Boomregionen des Landes, unsere bietet genau das, was sich Backpacker und Aussteiger erträumen: eher keinen Service. Bei der einen gibt man am besten keine Empfehlung ab, welcher Strand besonders sauber, ruhig und weit ab vom Schuss ist, weil sich so viel so rasant ändert, bei unserer kann man bisher noch darauf vertrauen, dass das Unterhaltungsprogramm aus dem besteht, was man sich mitbringt: ein paar Zeitschriften, ein guter Roman, ein Kartenspiel

Ko Chang in der Andamanensee hat sich eine Ursprünglichkeit bewahrt, wie man sie in den Urlaubsregionen Thailands heute selten findet. Man muss halt Strände und Unterkünfte in Campingqualität mögen und sich mit sich selbst beschäftigen können.

Der Nationalpark Mu Ko Ranong

Die Insel liegt im Nationalpark Mu Ko Ranong, der als solcher im Jahr 2000 eingerichtet wurde und als marines Schutzgebiet neben einem Küstenstreifen 15 Inseln des Archipels von Ranong umschließt. Ko Chang gehört zu den größeren Inseln, insgesamt finden sich im Nationalpark Mangrovengebiete und Sümpfe, Regenwälder und Strände, Korallenriffe.

Ko Chang

Ko Chang @iStockphoto/KieselUndStein

… und etwas umfangreicher, aber immer noch herrlich rustikal ausgestattet ist die Ko Phayam, eine zweite eher große Insel, die landwirtschaftlich genutzt wird, auf der es ein kleines Dorf und einfache gastronomische Betriebe gibt. Und man kann hier prima schnorcheln.

Die Provinz Ranong

Ko Chang gehört zur Provinz Ranong, einer Region, die erst vor wenigen Jahrhunderten dem thailändischen Königreichen zufiel. Hier leben Seenomaden, die Portugiesen gaben sich hier geschäftig, es gibt eine lange Geschichte chinesischer Immigranten in diesem Landstrich, der ohnehin recht interessant ist. Er war strategisch schon immer wichtig, immer aber auch weit ab vom Schuss, seit Jahrhunderten überlegt man inzwischen, hier, an der engsten Stelle Thailands, eine Kanalverbindung zwischen Golf von Thailand und Andamanensee zu schaffen, scheut aber vor dem enormen technischen Aufwand und den Kosten zurück.

Die Berge in Ranong sind hoch, altes Zinnabbaugebiet, der Wald ist dicht, hier regnet es mehr als in anderen Landesteilen, reißende Flüsse und Wasserfälle lassen die Gegend zwar wunderschön aussehen, es gibt aber auch gute Gründe gegen große Investitionen. Die Hauptsaison für Urlauber ist zwischen November und April, dann sind auch die Fährverbindungen zu den Inseln am engsten getaktet und auf Ko Chang rollt man auch nur in dieser Zeit für Gäste die Bambusmatten aus.

Anfahrt und Lage

Von Bangkok nach Ranong sind es fast 600 Kilometer. Auf der Route den westlichen Teil des Golfes von Thailand in den Süden liegen zahlreiche spannende Urlaubsorte, die es zu besuchen lohnt. Von Ranong aus, dem touristischen Zentrum, wenn man so mag, geht es zum Pier und von dort aus mit Fähren zu den Inseln, es gibt auch Möglichkeiten zur Überfahrt von Ko Phayam aus.

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