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Thailand mit dem Rucksack erobern

Unser letzte Reise führte uns nach Thailand. Ohne großes Budget entschieden wir uns für eine Rucksackreise und wollten Thailand einmal fern vom Trubel kennenlernen. Ich und mein Mann packten jeder nur das Nötigste ein, denn schließlich sollte es ein Urlaub werden fern vom Konsum und Luxus. Einen günstigen Flug nach Bangkok hatten wir uns gesichert, doch wir wollten noch am Tag der Ankunft sofort weiter nach Ayutthaya. Da unser Budget schon bei Reiseantritt denkbar knapp war, beschlossen wir mit der Bahn die gut 70 km zurückzulegen.

Ayutthaya – Geschichte fühlen

In Ayatthaya angekommen zog es meinen Mann und mich direkt zu den Überresten der historischen Tempel und Paläste, die noch heute vom Ruhm der siamesischen Hauptstadt zeugen. Auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft wurden wir schnell fündig. Eine kleine Kammer mit zwei Matratzen für die Nacht sollte uns reichen. Nachdem wir in einem der Wellblechrestaurants einen kleinen Snack zu uns genommen hatten, zog es uns wieder zu den Ruinen, die in der Nacht mit einer eindrucksvollen Lightshow in Szene gesetzt werden. Danach gönnten wir uns einen Besuch des nahe gelegenen Nachtmarktes, um günstig unsere Vorräte für die nächsten Tage aufzufüllen, denn uns zog es weiter, den gesamten Osten zu erkunden.

Der Weg nach Nong Khai am Mekong

Mit wenig Geld in der Tasche, aber einem Zelt im Gepäck machten wir uns auf den Weg Richtung Nong Khai am Mekong. Einzig Zeit hatten wir mehr als genug, denn unser Rückflug sollte erst in drei Wochen sein und so konnten wir die ruhige Seite Thailands genießen. Wir wanderten durch kleine Dörfer und uns wurde immer wieder die Gastfreundschaft der Thais zu teil. So übernachteten wir die ganzen Tage nur zwei Mal im Zelt. Wir durften mit den unterschiedlichsten Menschen, von arm bis gut betucht speisen und durften einen Blick in deren Leben werfen. Die asiatische Gelassenheit beeindruckte uns immer wieder neu und so dauerte es nicht lange, dass auch wir meditierten und unsere Reise mit neuen Augen sahen. Es ging plötzlich nicht mehr darum Nong Khai zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erreichen, sondern den Weg dorthin zu genießen und das taten wir.

Ayutthaya

Ayutthaya ©TK

Nong Khai

Für die 500 km benötigten wir etwas länger und so kamen wir 3 Tage vor unserem Rückflug in Nong Khai an. Immer noch beeindruckt von den Begegnungen, die wir auf dem Weg hatten. Die Stadt an der Grenze zu Laos ist sehr ruhig und Backpacker verirren sich selten nach Nong Khai. Abseits vom Touristenrummel, genossen wir einen Bummel durch die Stadt, die unspektakulär ist. Doch wir hatten auch hier nette Begegnungen und trafen auch Deutsche. Die führten uns zur Kneipe „Bei Nobbi“ und wir genossen in Thailand ein richtig gutes deutsches Frühstück, bevor wir uns am Abend mit dem Zug nach Uban Ratchathani nahmen und unseren Rückflug antraten.

Eine Reise, die uns verändert hat

Letztlich war die Reise ein Erlebnis. Nicht aufgrund von Sehenswürdigkeiten, sondern aufgrund unserer Erfahrungen mit den Thais. Die asiatische Gelassenheit konnten wir uns ein Stück bewahren und leben bewusster.

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