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Geld abheben und Geld wechseln in Thailand

Vor einer Reise nach Thailand machen sich vor allem Erst-Reisende Gedanken, wie die Sache mit dem Bargeld zu behandeln ist. Natürlich möchte jeder sofort Bargeld zur Verfügung haben, denn sowohl eine kleine Erfrischung, als auch das Taxi zum Hotel wollen bezahlt werden, sofern nicht ein Transfer gebucht wurde. Wer sich nun denkt, bereits in der Heimat Euros in thailändische Baht zu wechseln, der wählt die schlechteste und teuerste Variante. Die Banken in der Heimat bieten den wohl miesesten Wechselkurs und verlangen zudem oft hohe Gebühren. Es ist daher dringend abzuraten, auf einer Bank in Europa zu wechseln. Welche Möglichkeiten die Reisenden nun haben, um rasch, unkompliziert und günstig zu wechseln oder Geld zu beheben, werden wir in den folgenden Kapiteln behandeln.

Geld zu Hause wechseln – nur unter gewissen Umständen

Das heimische Geldinstitut sollte keine Option sein, um vor dem Urlaub Euros in thailändische Baht zu wechseln. Wer jedoch in seinem Bekanntenkreis jemanden hat, der gerade aus Thailand zurückgekommen ist, und noch Baht übrig hat, der kann einen Wechsel zum aktuellen Kurs anbieten. Oft wird dies auch in Internet-Foren oder auf sozialen Netzwerken angeboten. Es sollte jedoch nie Geld ohne Sicherheit verschickt oder überwiesen werden. Wer sich zu einem privaten Geldwechsel in der Heimat entschließt, der sollte das immer persönlich machen. Gerade in der heutigen Zeit treiben viele Betrüger ihr Unwesen, die sich mit vorfreudigen Reisenden ein kleines Taschengeld ergaunern möchten.

Geld wechseln nach der Ankunft in Thailand

In der Zwischenzeit haben sich auch am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok tolle Wechselstuben etabliert. Natürlich sind die Wechselkurse um ein Minimum schlechter als in Wechselstuben in der Innenstadt. Viele können jedoch mit offiziellen Banken in Bangkok Downtown tadellos mithalten. Diese Wechselstuben befinden sich im unteren Bereich des Flughafengebäudes. Du musst nur dem Wegweiser in Richtung Airport Raillink folgen. Die Rolltreppe führt vor dem Ausgang 3 direkt abwärts. Kurz bevor du das Terminal für den Flughafen-Zug erreichst, befinden sich auch die Wechselstuben. Hier lohnt es sich, die einzelnen Wechselkurse zu vergleichen. Meist bietet Superrich die besten Kurse. Dies ist nicht nur am Flughafen so. Superrich ist eine Kette, mittlerweile über ganz Bangkok verteilt, und begeistert mit tollen Wechselkursen.

Natürlich kann auch bereits am Flughafen Geld per EC-Karte oder Kreditkarte behoben werden. Dieses Thema möchten wir jedoch später ausführlich behandeln. Ein kleiner Tipp am Rande: Wer mit einem 60-Tage Touristenvisa nach Thailand einreist, ist verpflichtet Bargeld in der Höhe von 20.000 Baht mitzuführen. Dies ist auch in den Visabestimmungen so vermerkt, wird jedoch häufig übersehen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Du bereits zu Hause Dein Geld in Baht wechseln musst. Jeder Betrag in der Höhe von 500 Euro, egal in welcher Währung wird akzeptiert. Dies kann von den Zollbeamten, muss aber nicht kontrolliert werden. Es ist jedoch gut zu wissen, dass diese Bestimmung existiert, um böse Überraschungen zu vermeiden. Dies betrifft aber Urlauber nicht, die ohne Visa einreisen.

ATM Automaten in Bangkok

ATM Automaten in Bangkok

Superrich – die vielleicht besten thailändischen Wechselstuben

Die Filialen von Superrich sind in orangen oder grünen Farben gekennzeichnet. Hierbei handelt es sich um Abspaltungen eines Familienbetriebs, die Wechselkurse sind jedoch meist gleich, oder zumindest sehr ähnlich. Häufig befinden sich beide Filialen direkt nebeneinander oder gegenüber. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, vergleicht auch hier kurz die Kurse.

Superrich Filialen befinden sich nicht nur am Flughafen Bangkok, sondern auch in Pratunam, im Central Lad Phrao, im Mega Bangna, in der Mall Bangkapi, an der BTS Station Asok, direkt vor dem Terminal 21 und an vielen Standorten mehr. Gab es vor einigen Jahren nur vier Filialen von Superrich, so wird das Netz zur Zeit kräftig ausgebaut und es ist keine Schwierigkeit einen Superrich in der Nähe zu finden.

Zum Wechseln bei Superrich wird ein Reisepass benötigt. Davon wird eine Kopie gemacht, die unterschrieben werden muss. Das Wechseln bei Superrich ist ansonst unkompliziert, zu Stoßzeiten ist in diesen Filialen, danke der guten Kurse, der Andrang hoch. Die Filialen sind jedoch gut klimatisiert und es werden Erfrischungen angeboten. Für das Wechseln bei Superrich sollte jedoch etwa eine halbe Stunde an Zeit eingeplant werden.

Geld wechseln in Wechselstuben

Wer nicht die Möglichkeit hat, in Bangkok zu einem Superrich zu gehen, in allen touristisch mehr oder weniger erschlossenen Städten und Orten gibt es genügend Wechselstuben. Wichtig ist, dass Du eine zertifizierte Wechselstube wählst und nicht in irgendeinem Geschäft, wie zum Beispiel bei einem Schneider wechselst.

Auch hierfür wird meist ein Reisepass benötigt. Es lohnt sich, die einzelnen Wechselstuben bei einem kleinen Spaziergang zu vergleichen. In der Regel sind Wechselstuben, die sich etwas abseits des Zentrums befinden, natürlich günstiger. In Pattaya solltest Du Wechselstuben aufsuchen, die in einer gewissen Distanz zur Walking Street liegen. Eine gute Wechselstube in Pattaya, die bereits jahrelang mit guten Kursen punktet, befindet sich unmittelbar an der Beach Road in der Höhe des Pattaya Hilton. In Phuket sind zum Beispiel jene Wechselstuben besser, die sich weiter weg von Bangla Road und Jungceylon befinden. Superrich und Wechselstuben verlangen für das Wechseln in der Regel keine Gebühren.

Auf keinen Fall solltest Du darauf eingehen, falls Dir jemand auf der Straße das Geldwechseln anbietet. Hier sollten sofort alle Alarmglocken läuten. Oft handelt es sich um Trickbetrüger oder es soll Falschgeld in Umlauf gebracht werden. Dies kommt zwar äußerst selten vor – besser ist es jedoch, vorgewarnt zu sein.

Auch im Hotel sollte nicht unbedingt Geld gewechselt werden. Natürlich verlangen Hotels eine Gebühr, und auch die Wechselkurse sind deutlich schlechter. Wer also die Möglichkeit hat, sollte einige Schritte aus dem Hotel gehen und eine Wechselstube oder eine Bank aufsuchen.

Wechseln in einem Bankinstitut

Die Kurse auf Banken sind meist um einen Hauch schlechter als an Wechselstuben. Es lohnt sich die aktuellen Kurse zu vergleichen. Das klappt am besten in einem Einkaufszentrum, da sich hier viele Banken direkt nebeneinander befinden, die zudem auch an Samstagen und Sonntagen geöffnet haben. Zum Wechseln in einem Bankinstitut benötigst Du Deinen Reisepass. Davon wird eine Kopie angefertigt, die Du auch unterschreiben musst. Zusätzlich wird eine kleine Gebühr enthoben, die jedoch nicht mehr als einen Euro, meist bis zu 25 Baht, betragen sollte. In der Bank musst Du eine Nummer ziehen und warten. Rechne mit einer Zeit von etwa 30 Minuten, wenn Du in einer Bank Bargeld in thailändische Baht wechseln möchtest.

Geld mit der Kreditkarte beheben

Das wichtigste ist, dass Deine Kreditkarte für Thailand freigeschaltet ist. Europäische Banken haben neue Richtlinien erlassen, durch die eine explizite Freischaltung nötig ist. Ein kurzer Besuch oder Anruf in Deiner Bankfiliale vor Reiseantritt kann Dich vor einem größeren Schlamassel bewahren. Ist die Karte nicht freigeschalten, spuckt kein Automat Geld aus.

Die Bankomaten in Thailand sind mit ATM gekennzeichnet. An den meisten Automaten kannst Du bequem mit der Kreditkarte abheben. Für das Beheben wird eine Gebühr zwischen 150 Baht und 250 Baht berechnet. Zusätzlich kommen die Gebühren Deines Kreditinstituts dazu, die sich meist ebenfalls auf 3 bis 5 Euro belaufen können. ATM`s mit den niedrigsten Gebühren sind die Automaten der AEON Bank. Außerdem sollte immer die Option WITHOUT CONVERSION gewählt werden. Es wird immer with or without conversion angeboten. Der Unterschied der anfallenden Gebühren kann sich auf bis zu 12% des Betrags belaufen.

Zusätzlich ist es ratsam, bei einer Behebung mittels Kreditkarte stets einen großen Betrag abzuheben, anstatt häufig kleine Beträge zu ziehen. So können viele Gebühren eingespart werden. Thailändische ATM`s spucken pro Behebung zwischen maximal 20.000 und 30.000 Baht aus. Es werden auch spezielle Kreditkarten für Reisende angeboten. N26 und viele andere Online Banken bieten zum Beispiel eine oder mehrere kostenlose Behebungen im Ausland an. Ein Vergleich rentiert sich hier allemal.

Auch kannst Du in jedem Supermarkt und in vielen Geschäften, Bars und Restaurants mit Kreditkarte oder EC-Karte bezahlen. Dies funktioniert auch meist dann, wenn Du vergessen hast, die Karte für Thailand freizuschalten. In manchen Fällen wird eine zusätzliche Gebühr für Kreditkartenzahlung eingehoben. Dies muss aber zuvor deutlich bekanntgegeben werden. Meist wird dies nur noch in kleinen Geschäften oder Massagesalons praktiziert.

Behebung mittels Kreditkarte in einem Bankinstitut

Hierfür gehst Du ganz einfach mit Deiner Kreditkarte in eine Bank Deiner Wahl – natürlich nachdem Du die Wechselkurse verglichen hast. Mit Deinem Reisepass und Deiner Kreditkarte erhältst Du direkt am Bankschalter den gewünschten Betrag. Fällig sind nur die Gebühren Deiner Hausbank. Von der thailändischen Bank wird lediglich eine kleine Bearbeitungsgebühr von bis zu 25 Baht einbehalten. So hast Du im Vergleich zum ATM bereits rund 200 Baht gespart.

Behebung mittels EC-Karte

Mit der EC-Karte Geld in Thailand zu beheben ist die wahrscheinlich teuerste Variante. Hier kommen zu den Gebühren des thailändischen Automat von 150 Baht bis 250 Baht noch die Gebühren Deiner eigenen Bank dazu. Diese können sich schnell auf mehr als 50 Euro belaufen. Erkundige Dich unbedingt vor Reiseantritt über die Gebühren, die bei einer Auslandsbehebung von Deiner Bank aufgerufen werden. Wenige Banken bieten auch eine Rückerstattung der Gebühren an. Dies ändert sich aber zur Zeit enorm – daher ist es wichtig, bei Deiner Bank explizit nachzufragen.

Geld abheben in Thailand – im absoluten Notfall

Es kann unvorhergesehen zu einem finanziellen Engpass kommen. Niemand wünscht sich dies für seinen Urlaub, es ist jedoch gut zu wissen welche Möglichkeiten es gibt und darauf vorbereitet zu sein. Für diesen Fall kannst Du in Deiner Heimat jemanden beauftragen Dir Geld per Western Union zu senden. Der Sender geht zu einem Geldinstitut, welches Western Union anbietet, oder wickelt den Transfer Online über das Internet ab. Wichtig ist, dass der Sender den vollständigen Namen angibt, der auch im Reisepass des Empfängers vermerkt ist. Auch das Zielland muss angegeben werden. Sobald Du vom Sender die Sendungsnummer erhalten hast, kannst Du zu jeder beliebigen Bank gehen, die Western Union anbietet und mit der Nummer und Deinem Reisepass das Geld abholen. Hierbei fallen natürlich Gebühren an, die sich bei einem Betrag von 100 Euro auf etwa 5 Euro belaufen. Im Notfall ist dies jedoch zu akzeptieren.

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