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Die Inseln im Golf von Thailand

Thailand hat eine Vielzahl phantastischer Inseln, verwunschener, mit dichtem Urwald bedeckter, von traumhaften Stränden umgebener, von der Sonne verwöhnter, mit vorgelagerten Korallenriffen gesegneter, einer guten touristischen Infrastruktur ausgestatteter Eilande. Man kann es sich zur Lebensaufgabe machen, alle restlichen Urlaube auf den Inseln des Landes zu verbringen, ohne auch nur ein gutes Hotel doppelt buchen zu müssen – aber dann würde man das restliche Thailand verpassen.

Von Bangkok im Norden des Golfes zieht sich dieser im Osten wie im Westen weit hinab. Auf beiden Seiten finden sich zahlreiche berühmte Badeorte, zahlreiche Inseln mit berühmten Badeorten und wiederum kleine umliegende Inseln, für die es sich lohnt, ein Boot zu chartern. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts kommen internationale Gäste ins Land, an vielen Stellen waren es zunächst abenteuerlustige Rucksacktouristen, die daheim von den traumhaften Bedingungen eines bestimmten Ortes schwärmten und nach und nach neue und mehr Touristen anlockten.

Das sorgte jeweils für den Aufbau touristischer Infrastruktur, besserer Hotels, von Bankautomaten, Krankenhäusern, Restaurants und Clubs bis hin zu Golf- und Flugplätzen. Man könnte von einer Gentrifizierung der Strände sprechen, an viele Orte zumindest kommen die Rucksackfreunde längst nicht mehr, die sind, auf der Suche nach der Ursprünglichkeit, weitergezogen, sobald die Pauschaltouristen im Anmarsch waren.

Dieser Vorgang wiederholt sich permanent im Golf von Thailand, ein schönes Beispiel ist jenes vom Samui-Archipel an der südlichen Westküste des Golfes. Ko Samui, die große, dem Isthmus von Kra vorgelagerte Insel, soll als Fernreiseziel mal von Hippies entdeckt worden sein, denen es auf Ibiza zu balearisch und in Goa zu spirituell geworden war. In den 80ern waren es dann neue Hippies, die es nach Ko Phangan zog, eine etwas mehr als halb so große Insel in der Nähe, auf der sich dann in den 90ern unter anderem eine Trance-Goa-Szene etablierte.

Insel im Golf von Thailand

Insel im Golf von Thailand ©TK

Als das in Verruf geriet, etwa wegen vermeintlicher und existierender Kriminalität, den Drogen, den Unfällen und einiger Verbrechen, wanderten die Rucksacktouristen eher nach Ko Tao, einer noch deutlich kleineren Insel, wo sich eine ausgewiesen spezialisierte Taucherszene etablierte.

Interessant ist, dass das, was im Kern von den ersten Touristen blieb, durchaus zeitgeschichtlich relevant ist, wir lernen, dass dem Wort „Geheimtipp“ im Zusammenhang mit thailändischen Inseln grundsätzlich zu misstrauen ist, weil es sich in kurzer Zeit überholt haben kann. Aber das Wichtigste ist: wenn die Rucksacktouristen nicht mehr kommen, heißt das nicht, dass die Insel kein traumhafter Urlaubsort mehr ist.

Viele Touristen wollen im tiefsten Inneren ihres Herzens zumindest eine einfach strukturierte Infrastruktur, ein paar Bars, ein bisschen Service, ein paar spannende Freizeitangebote, vielleicht internationale Restaurants, möglicherweise ein Pool, und genau das findet man auf allen genannten Inseln.

Ganz in der Nähe findet sich übrigens der Nationalpark Ang Thong, 42 unterschiedlich große, aus Kalkstein bestehende und aus dem Wasser ragende Waldhügel, die sich auf etwa 100 Quadratkilometer verteilen und eine Augenweide sind. Viel Platz für die Hippies der Zukunft.

Eine Vielzahl etablierter, also für Urlaube aller geeigneten Inseln findet sich übrigens auch in der Andamanensee – und natürlich auf der anderen Seite des Golfes von Thailand. Ko Sichang, Ko Samet, Ko Saket, Ko Mak, Ko Lan, Ko Kut, Ko Kham, die berühmte Insel Ko Chang sind für all jene hochinteressant, die es nach ihrem Aufenthalt in Bangkok vielleicht nach Pattaya oder aber sogar nach Kambodscha zieht.

Ko Samui gehört zu den wenigen Inseln Thailands, die über einen eigenen Flughafen verfügen. In der Regel muss von Bangkok aus ein kombinierter Bus-Fähren-Transfer gebucht werden. Die Fährverbindungen zu den größeren Inseln sind meist sehr kurz getaktet und auch die Überlandfahrten mit klimatisierten Bussen oder auch der Bahn sind eher Erlebnis als Last.

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