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Ko Phangan

Mehr braucht es eigentlich nicht. Ko Phangan ist eine dieser Inseln, die einfach alles bieten – und wenn sie es nicht haben, braucht man es nicht. Punkt. Sie ist ein Traum, ein von Stränden gesäumter und traumhaftem Meer umgebener, dicht bewaldeter, abwechslungsreicher, mit einem kompletten Freizeitprogramm gesegneter Traum. Und zwar für Backpacker und Familien, für Sportler und Pauschalpartygänger.

Es geht sogar noch besser: auf Ko Samui nebenan urlauben die anderen, da ist alles irgendwie größer und bekannter, auf Ko Phangan indes muss man kommen. Die Insel ist mit seinen mehr als 100 Quadratkilometern bei etwa 10.000 ständigen Bürgern gewaltig und einsam genug, um sich furchtbar zu verlaufen, sie ist mit 60 Kilometern deutlich weiter vom Festland weg als unsere Hochseeinsel Helgoland und nach dem Tourismus gehören die Verarbeitung von Kokosnüssen und Kautschuk zu den wichtigsten Einnahmequellen.

Strände auf Ko Phangan

Ein Witz an Ko Phang ist, dass die Urlauber sich zum großen Teil auf dem unten rechts angehängten Halbinselzipfel konzentrieren. Hat Rin heißt der dazugehörende Ort, dann gibt es noch das weiter westlich liegende Thong Sala, die 5.000-Seelen-Hauptstadt, in der Mitte Berge, die bis auf über 600 Meter über das Meer ragen und dann halt Strände.
Im Osten der Insel gibt es zahlreiche Strände, die man ausschließlich mit Booten erreicht, was den Fischern mit ihren Langbooten eine einträgliche Einnahmequelle ist, die Straßen der Insel sind zum großen Teil schlecht befestigt, ein weiterer Aspekt, der den Urlaubern Abenteuer und Ursprünglichkeit vermittelt.

Ko Phangan

Ko Phangan @iStockphoto/Holger Mette

Die Vollmondparty auf Ko Phangan

Eine Besonderheit auf Ko Phangan ist die Full Moon Party von Hat Rin. Diese soll auf eine Geburtstagsparty zurückgehen, die von einigen Feierverrückten in den späten 80ern auf einem dem Sonnenaufgang zugewandten Strand stattgefunden hat. Daraus hat sich ein regelmäßig stattfindender, internationaler Rave entwickelt, der von angrenzenden Bars und Diskotheken veranstaltet wird und bei dem in der Ende des Jahres beginnenden Hochsaison strandnahe Bars zu einer großen Tanzfläche werden.

In der Frühzeit feierte man zu Trance, inzwischen ist das musikalische Spektrum deutlich erweitert, es wird House, R & B, Goa, Drum & Bass und auch Reggae gespielt. Da der Vollmond in einem Land, dessen Rhythmus traditionell vom Mondkalender bestimmt wird, eh schon von besonderer Bedeutung ist, sind die Partys häufig nicht genau am Vollmond und weil inzwischen derart viele Aussteiger, Langzeiturlauber, Feierer und Backpacker nach Ko Phangan ziehen, ist das Spektrum der vom Mond geregelten Tanznächte inzwischen deutlich erweitert. Jungle-Experience, Shiva Moon, Black Moon und Half Moon sind nur vier der weiteren regelmäßigen Veranstaltungen.

Wats auf Ko Phangan

Wo so viele junge Partysüchtige unterwegs sind, muss deutlicher als sonst darauf verwiesen werden, dass auch diese Insel eine alte Kulturgeschichte hat, die sich in mehr als 20, mitunter sehr schönen Sakralbauten zeigt, denen natürlich mit Respekt und angemessener Bekleidung zu begegnen ist. Wat Khao Noi gilt als ältester Tempel der Insel und steht in Thong Sala, im Wat Khao Tham, von Nonnen unterhalten, werden Meditationskurse angeboten, es gibt einen chinesischen Tempel und den mit einem Dampfbad ausgestatteten Wat Pho zwischen Hat Rin und Thong Sala.

Unternehmungen auf Ko Phangan

Auf Ko Phangan kann man prima tauchen und schnorcheln, wakeboarden, es gibt organisierte Wanderungen, einen Wasserfall. Es gibt das weit über die Grenzen Thailands bekannt Ananda Yoga Resort und natürlich unzählige Möglichkeiten, sich massieren zu lassen.

Gesundheitsgefahren und Gefahrenquellen auf Ko Phangan

Es mag an den tanzenden Vollmondfreunden liegen, daran, dass es noch zu wenig Polizei gibt, dass die medizinische Versorgung auf der Insel als nicht besonders gut gilt oder dass Motorräder zum beliebtesten Fortbewegungsmittel zählen: Ko Phangan gilt als recht gefährlich, und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Gerade Full Moon Partys sind keine unschuldigen Veranstaltungen, bei denen sich alle lieb haben. Es gibt Drogen und es gibt verdeckt operierende Sicherheitskräfte, die es darauf anlegen, Konsumenten der hart durchgreifenden thailändischen Gesetzgebung zu überführen. Auf der Insel gab es schon einige im Vollrausch begangene Morde, es gibt Betrug, viele Diebstähle und auch von Vergewaltigungen ist schon berichtet worden. Touristen sollten also die Finger von illegalen Drogen lassen, wichtiges Eigentum sicher verwahren bzw. nicht aus dem Auge lassen und Frauen sollten möglichst nicht auf eigene Faust abseits der anderen Menschen unterwegs sein.

Die Größe der Insel und die vielen Wege in mittelmäßigem bis schlechtem Zustand sorgen dafür, dass auch zahlreiche Nicht-Experten sich mit Zweirädern auf die Piste wagen. Das bleibt ein riskantes Unterfangen, jeder Urlauber ist dringend beraten, nicht allzu übermütig zu fahren. Hilfe ist nur allzu oft zu spät vor Ort.

Anreise nach Ko Phangan

Die fünftgrößte Insel Thailands ist nur über Fähren zu erreichen. In Bangkok und der nächstgelegenen Provinz Surat Thani werden oft gefälschte kombinierte Tickets für sämtliche Transfers angeboten. Mit dem Zug fährt man am besten von Bangkok nach Suratthani und von dort an den Pier Donsak, von dem aus Fähren nach Hat Rin und Thong Sala ablegen.

Das geht natürlich auch mit dem klimatisierten Bus, zum Beispiel nach Chumphon, von wo Fähren nach Ko Tao anlegen, von wo man wiederum nach Ko Phangan übersetzen kann. Außerdem wird Ko Samui von Bangkok aus angeflogen, von der Nachbarinsel kann der Urlauber dann wieder nach Ko Phangan mit dem Schiff fahren.

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