Skip to main content

Kui Buri Nationalpark

Zu den Dingen, die viele Urlauber in Thailand erlebt haben wollen und die sich wirklich lohnen, wenn sie denn gelingen, gehört es, einmal asiatische Elefanten in ihrem natürlichen Umfeld erlebt zu haben. Die Dickhäuter gibt es immer noch in Thailand, zwar helfen sie nicht mehr, ihren eigenen Lebensraum zu roden, auch in den Krieg müssen sie nicht mehr und wenn sie etwas transportieren, dann meist vergnügt quiekende Touristen, aber das ist alles nichts gegen die Vorstellung, als kleiner Mensch einem freien, majestätischen Wesen gegenüberzutreten.

Vor Ayutthaya wird ein alter Kral instand gehalten, in dem man eine Ahnung davon bekommt, wie groß die Herden gewesen sein müssen, die vor Jahrhunderten noch durch Thailand zogen. Von vielen Nationalparks, und davon gibt es im Land weit mehr als 100, wird behauptet, dass in ihnen noch kleine Elefantenfamilien leben, zu sehen bekommt man in der Regel aber domestizierte Tiere am Parkeingang, im besten Falle in einer gut geführten Elefantenschule.

Im Kui Buri Nationalpark leben noch mehr als 100 Tiere frei, und weil ihr Lebensrhythmus sie allabendlich an bestimmte Wasser- bzw. Futterstellen führt, kann dort guten Gewissens Touristen die Garantie gegeben werden, Elefanten live zu erleben, und zwar so, wie sie sich geben, wenn sie keine Befehlsempfänger sind.
Wobei das auch nur eingeschränkt gilt: jeder Nationalpark hat Grenzen, so auch dieser. In der Vergangenheit ist man mit den umliegenden Plantagenbesitzern und Landwirten übereingekommen, dass diese die Elefanten nicht weiter vergiften oder anderweitig töten, wenn sie die ihnen gesteckten Grenzen überschreiten und in die Agrarflächen einbrechen. Man führt sie dann mit Bedacht, aber streng in ihr Reservat zurück und arbeitet daran, den begrenzten Raum so attraktiv zu gestalten, dass sie keinen Grund haben, ihn zu verlassen.

Anzeige:
Elefant im Kui Buri Nationalpark

Elefant im Kui Buri Nationalpark @iStockphoto/Yulia Popkova

Kui Buri National Park – Lage und Größe

Mit 969 Quadratkilometern ist der Kui Buri National Park schon recht groß, hat aber mal gerade ein Drittel der Fläche des Kaeng Krachan Nationalparks, der nördlich in Phetchaburi, an der Grenze zu Myanmar liegt.

Kui Buri liegt in der langgezogenen schmalen Provinz Prachuap Khiri Khan südlich davon, die ebenfalls im Osten an den Golf von Thailand, im Westen an Myanmar grenzt. Der bekannteste Urlaubsort der Gegend ist sicherlich Hua Hin, aber auch in der Umgebung der Hauptstadt Prachuap Khiri Khan lassen sich ein paar sehr nette Strände finden.

Erlebnis Elefantenbeobachtung

Die Beobachtung der Elefanten ist recht gut durchorganisiert. Man fährt den Nationalpark nachmittags an, die Straßen sind teilweise in einem äußerst miesen Zustand, man braucht länger, als es die Entfernung vermuten lässt, ein erfahrener Ranger oder Guide steigt ein oder man steigt im Park in ein geländegängiges Fahrzeug um und dann geht es auf Elefantensuche.

Wirklich spannend ist, dass man sich dann am Ende des Tages mit etwas Glück mucksmäuschenstill und ehrfürchtig in einer großen, mächtig wirkenden Elefantenfamilie wiederfindet. Ein unvergessliches Erlebnis.

Im Park gibt es außerdem Gaur, Malayische Tapire, Wildschweine, Leoparden, Gibbons, Bären und viele andere aufregende Tiere, Vögel und Pflanzen, für die Südostasien so bekannt ist. Fahrten zum Kui Buri National Park werden beispielsweise von Hua Hin aus organisiert, es gibt auch schöne Wasserfälle, Wanderstrecken, auch einen Campingplatz, zu dem man allerdings seine eigene Ausrüstung mitbringen muss.

Top Artikel in Nördliche Golfküste Thailands