Skip to main content

Kunst & Kultur Thailands

Thailand hat ein reiches kulturelles Erbe, das dem Besucher zunächst in Form der eigenwilligen und aufwändigen Architektur, besonders der spitz bedachten traditionellen Wohnhäuser und der bunten, wunderschönen Tempel, ins Auge fällt.

Hinduistische und buddhistische Ikonografie, Schlangen, Drachen, Vögel und Lotusknospen, Buddha-Statuen und –Skulpturen sind prägend für das Kunsthandwerk, ihre Bedeutung eröffnet sich dem Betrachter in ihrer Funktion als Lehrmittel für die gläubige Gesellschaft und die praktizierenden Mönche.

Demut, Respekt vor dem Älteren, die Unterstützung von Schwächeren, die freundliche Hilfe für Gäste zeigen sich nicht nur in der Kultur der Thailänder, sondern auch immer wieder in der Kunst. Hinzu kommen lokale Besonderheiten, die Einflüsse nahezu sämtlicher Nachbarländer bis nach China und Indien, die konsequente Verehrung des Königshauses und des Kopfes als wichtigsten, schon fast unberührbaren Teil des menschlichen Körpers.

Thailand hat eine eigene Theatertradition, ein komplexes Zusammenspiel athletischer Tänze, Kostüme und der Wiedergabe von Texten, es gibt eigene Arten von Clowns, Schatten- und Maskentheater, die heute weniger regelmäßig praktizierte Unterhaltung als am Leben erhaltene Folklore sind.

Sukhotai

Sukhotai ©TK

Dafür hat das Land eine große eigene Filmkultur entwickelt, bereits in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es eine frühe Industrie, die eine extrem abwechslungsreiche Konjunktur hinter sich hat und zeitweise auf die Buchung von thailändischen Filmspots für ausländische Filmproduktionen geschrumpft ist, Anfang des neuen Jahrtausends – beispielsweise durch „Ong-Bak“ und den Kampfsportler Tony Jaa – neue, auch gesellschaftskritische Züge bekam. Das Vergessen alter Traditionen und die Aufgabe gesellschaftlicher Grundlagen im Moloch der Großstadt ist ein derart universelles Problem, dass „Ong-Bak“ auf allen Erdteilen begeisterte Rezipienten fand.

Anzeige:

Sport ist in der thailändischen Kultur sehr wichtig. Fußball natürlich, ungewöhnlich populär ist Badminton, bei uns ist Thailand besonders für das berühmt, was wir Thaiboxen und auch durch Tony Jaa nun Muay Thai nennen und was in Muay Thai Boran eine traditionelle, über das 20. Jahrhundert zurückreichende Schule hat, die Tanz, eine eigene Musik, Kampffiguren und sogar den Gebrauch einfacher Waffen lehrt.

Neben Literatur und Malerei gibt es in Thailand auch eine große Musiktradition. Musik ist omnipräsent, in Thailand haben sich schon vor vielen Jahrhunderten ganz unterschiedliche Musikarten verschmolzen, es gibt eine eigene Klassik und Orchester, eine sehr eigene Strukturierung, Melodieführung und Rhythmik und viele lokalen Traditionen. Und es gibt thailändischen Jazz, thailändische Rock- und thailändische Popmusik. Massenweise, zum Teil in Europa vollkommen unentdeckt und richtig gut. Außerdem gehört die Karaoke zur überall praktizierten Kunst und Kultur des Landes.

Aus touristischer Sicht ist das Kunsthandwerk des Landes natürlich noch sehr interessant. Da man kunstvoll geschnitzte Hausgiebel nur schwer mit heim nehmen kann, muss man sich nach etwas anderem umschauen. Kleine Buddha-Statuen beispielsweise. Das Land bietet eine Fülle verschiedener, teils uralter handwerklicher Traditionen, Silberschmieden, Webereien, Töpfereien, kleine Schnitzereien – und manchmal scheint von allem etwas zu viel auf dem Markt zu sein.

Top Artikel in Thailand Allgemein