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Erawan Schrein

In Thailand sind viele Religionen vereint. Da wundert es kaum, dass selbst in Bangkok, der hektischen Megametropole und Hauptstadt Thailands, unzählige magische Orte anzutreffen sind. Einer davon ist der weltberühmte Erawan Schrein. Die wahre Schönheit des Schreins und seine geheimnisvolle Ausstrahlung offenbaren sich erst auf den zweiten Blick. Die Nähe zu der stark befahrenen Straßenkreuzung Rajdamri Road und der Sukhumvit sowie die Erreichbarkeit über einen Skytrain zerstören zunächst den Zauber. Wer den Erawan Schrein erst erreicht hat, fühlt sich jedoch sofort von ihm angezogen. Besonders für Reisende aus westlichen Regionen bietet der Schrein einen unvergesslichen Anblick aus einem ewigen Blumenmeer und der prachtvollen Statue des Hindu-Gottes Brahma, dem dieser Schrein gewidmet und der mitbestimmend im Alltag der Einheimischen ist.

Die Thailänder verehren den Gott Brahma und den Erawan Schrein so sehr, dass ein Leben ohne ihn unvorstellbar für sie geworden ist. Sie sagen ihm eine glücksbringende Wirkung nach und können dies bemerkenswert plausibel begründen. Überlieferungen nach sollen sich beim Bau des Erawan Hotels Mitte der 50er Jahre unzählige Unglücksfälle ereignet haben, die vielen Menschen das Leben kosteten. So beratschlagten sich die Bauherren, auch mit Hilfe astrologischer Befragungen, und entschieden über die Errichtung des Erawan Schreins sowie eines Geisterhäuschens auf dem Hotelgrundstück. Tatsächlich hörten die Unglücksfälle schlagartig auf. Heute ist der Erawan Schrein zu einer echten Pilgerstätte für viele Glückssuchende geworden. Viele Besucher können nach ihrem Ritual am Schrein eine Verbesserung ihrer Lebensumstände nachweisen. Ob bei ihnen der Glaube Berge versetzt hat oder Gottes Hand im Spiel war, bleibt das ewige Geheimnis. Es soll Menschen geben, die aus weit entfernten Ländern eigens wegen dieses Schreins nach Thailand kommen.

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Bedeutungsvoll bis ins Detail

Auf den ersten Blick wirken der Erawan Schrein sowie die vergoldete Gottes-Skulptur für unser Empfinden wie eine gewöhnliche Pilgerstätte, vergleichbar mit Lourdes in Frankreich. Bei genauerem Hinsehen werden erst die vielfältigen Details sichtbar, von denen jedes seine Bedeutung hat. Vor der vergoldeten Statue stehend erkennt der Betrachter zunächst nur ein Gesicht, tatsächlich aber sind es vier, alle etwas unterschiedlich und freundlich gestimmt. Glücksverheißend schauen sie in die 4 Himmelsrichtungen. Ihre Anziehungskraft ist enorm. Auch die acht Hände der Erawan Statue sind eine Seltenheit. Jede von ihnen trägt ein Symbol, welches mit positiven Eigenschaften besetzt ist. Die Hindu-Gott-Statue trägt zudem die Brahmanen-Schnur. In Indien wird diese Schnur nur an Menschen vergeben, die besonders positive Tugenden aufweisen und Gutes getan haben. Allein der stufenartige Thron und das prächtig verzierte Häuschen, welches den Hindu-Gott umgibt, sind eine Besichtigung wert.

Erawan Schrein

Erawan Schrein ©TK

Ewiges Glück am Erawan Schrein

Wer den Gott Brahma am Erawan Schrein um einen Gefallen bittet, darf sich seiner Zuverlässigkeit gewiss sein. Glück und Wunscherfüllung werden hier zum Handelsgut. Mit Gaben, die genau festgelegt sind, soll sich der Bittsteller bereits vor der Wunscherfüllung bedanken. Vor allem Blumen und dampfende Räucherstäbchen, deren duftender Qualm zeitweise bis in die Straßen zu sehen ist, werden in beeindruckenden Mengen dargeboten. Zudem werden dem Bittsteller bestimmte Gesten und Glücksformeln abverlangt. Dieses Spektakel bleibt als ungewöhnliches Reiseerlebnis unvergesslich. Wem ein sehr großer Wunsch erfüllt wurde, der soll zum Erawan Schrein zurückkehren mit einer wertvollen Dankesgabe. Amüsant anzusehen ist es, dass diese gleich vor dem Schrein in Form von Tänzerinnen bereitsteht, für deren tänzerische Darbietung der Dankende einen Obolus entrichten muss. Der Betrag fließt nachweislich in mildtätige Zwecke. Die Tänzerinnen am Erawan Schrein sind Ausdruck höchster Verehrung für den glücksverheißenden Gott Brahma.

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